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Neuer Film: Verdrängung hat viele Gesichter

Stefan Strauss von der Berliner Zeitung liegt völlig daneben
Ich dokumentiere hiermit einen Leserbrief eines Anwohners, der sich insbesondere auf einen Beitrag von Stefan Strauss von der Berliner Zeitung bezieht, wo es u.a. um Bürgerinitiativen geht:
Beilage Pankow zur Nr. 219 vom 19.09.2014
Das Vorhaben von Bezirksbeilagen ist sehr zu begrüßen.
Völlig unverständlich und abzulehnen sind jedoch solche Artikel wie der auf Seite 6 von Stefan Strauss.
Dass Herr Strauss Bürgerinitiativen als „Querulanten“ ansieht, weiss ich seit seinem Artikel im Herbst 2013 über die Veranstaltung der stattbau GmbH und des Bezirksamtes Pankow in der Wabe am 16.10.2013. Dennoch gehört zu gutem Journalismus, dass umfassend recherchiert und den unterschiedlichen Meinungen auch gleicher Raum eingeräumt wird. Dann hätte Herr Strauss auch auf Folgendes verweisen müssen:
– Der Bezirk Pankow und besonders der Ortsteil Prenzlauer Berg ist mit Grünflächen unterversorgt. Der vom Senat vorgegebene Wert von 6 bis 7 qm pro Einwohner ist mit knapp 3 qm für Pankow und mit nicht einmal 2 qm für Prenzlauer Berg weit unterschritten.
– Der Neubau von Wohnhochhäusern auf dem ehemaligen Bahngelände Güterbahnhof Greifswalder Straße und Parkplätze Lilli-Henoch-Straße beeinflusst die Frischluftschneise äußerst negativ.
– Der Bezirksstadtrat Kirchner hat von vornherein klar zu erkennen gegeben, dass Wohnungsneubau die einzige zu realisierende Alternative ist und hat nach meinen Kennntnissen so auch die Zielstellung des Voruntersuchungsberichtes beeinflusst.
Also kann von einer uinabhängigern und ergebnisoffenen Voruntersuchung nicht die Rede sein.
– Dieser Bezirksstadtrat will sich nach dem Gesetz an die Bürgerbeteiligung halten aber sie nach seinem Willen gestalten und organisieren, denn seine Auffassung ist: „das muss nicht Bürgerbeteiligung sondern Konsultation heißen. Diese Leute haben Wissen und eignen sich noch mehr Wissen an und wollen dann mitbestimmen und mitentscheiden. Das geht so nicht.“
Da Herr Strauss ja die Diskussionen und Auseinandersetzungen zumindest zu einem beachtlichen Teil kennt muss mehr über die Vorstellungen und Vorschläge der Bürger ausgesagt werden – auch wenn er diesen nicht zustimmen sollte. So ein kleiner
Absatz am Ende des Artikels ist doch auch nur die Bemäntelung ein bisschen die Anwohnerseite „zu Wort kommen zu lassen“
Name des Autors liegt der Redaktion vor.
WBS im Thälmannpark: Durchmischung von oben gefährdet?
Der SPD-Politiker Böttcher fordert, mit Recht, die Gewährleistung von Durchmischung der verschiedenen Stadtareale. Nur schade ist, dass das so gut wie überhaupt nicht gelungen ist. Zumindest, wenn man sich den Prenzlauer Berg anschaut.
Eine fast einmalige Verdrängung hat statt gefunden, aus denen dann sehr homogene Stadtquartiere entstanden sind. Die Bevölkerungen sind im letzten Jahrzehnt fast vollständig ausgetauscht worden. Es gab eine Selektion über den Mietspiegel. Hier wäre es angebracht gewesen, politische Hebel in Gang zu setzten, die diesen unheilvollen Trend stoppen können. Wurde aber verpasst. Und so haben wir einen recht bürgerlichen Stadtteil bekommen, wo sich vor allen die Mittel- und Oberschicht tummelt und Leute mit geringen oder gar keinem Einkommen nur noch als Exoten wahr genommen werden.
Das Kind ist im Bötzowviertel, im Winsviertel, im Kollwitz- und im Helmholzkiez in den Brunnen gefallen. Nun könnte man das als normalen Wandel einer Stadt abtun, wenn nicht so viele Menschen durch hochpreisigen Wohnungsbau und Sanierung verdrängt worden wären. Zu Recht macht diese Unfähigkeit zur Durchmischung auf Seiten der verantwortlichen Politiker in dieser Dekade wütend und traurig.
Mit Mietpreisbremse, erhöhten Auflagen an die Investoren und Investitionen im sozialen Wohnungsbau könnte man diesen Trend aufhalten. Man muss es aber politisch wollen.
Man kann auch, wie jetzt erfolgt, die Neuvermietung an einen Wohnberechtigungsschein koppeln, wie es die GEWOBAG im Thälmannpark will. Dass sich jetzt Leute aufregen, dass durch so eine Maßnahme eine Durchmischung gefährdet, empfinde ich nur als zynisch. Immerhin ist durch die Wohnprojekte Prenzlauer Bogen und ELLA die Durchmischung von oben, also mit Leuten mit höherem Einkommen, gesichert. Schutz benötigen sie sicher nicht, da die Politik und die Investoren immer Wege finden werden, dass sie ihre hochpreisigen Projekte überall durch gedrückt bekommen.
Warum hier Alarm gemacht wird, kann nur als Posse von Menschen mit schrägen Humor durchgehen – auch wenn man sich mal vor Augen führt, dass mindestens 50% der Berliner Haushalte Anspruch auf einen WBS hätten. Wer mehr Schutz für den freien Wohnungsmarkt wünscht, handelt sicher nicht im Interesse der meisten Mieter*innen in Berlin. (RW)
Aufruf zur Nachttanzdemo 2014 von Musik Braucht Freiräume (MBF)
Sa 21.6. 22 Uhr, Eldenaer Brücke: #Nachttanzdemo von “Musik braucht Freiräume”
Dieser Aufruf richtet sich an alle, denen Freiräume, freie Kunst- und Kultur, wie gemeinfreie Musik, etwas bedeuten, die Selbstorganisation praktizieren und die dafür sind, daß ein „Recht auf Stadt“, wie Wohnraum und freie Selbstentfaltung, für alle gilt, und die meinen, daß das schöne Leben nur von uns selbst gemacht und gelebt werden kann, und vor allen Dingen unverkäuflich ist.
Ganzer Aufruf unter
http://musikbrauchtfreiraeume.blogsport.de/2014/06/09/aufruf-mbf-2014/

WM ANSCHAUUNG von Volker
Liebe Thälmänner und Ninnen, die WM Übertragung findet nach x maligem Widerruf (natürlich für die Übertragung ), des Grünflächen Amtes und unter Auflagen wie Lautstärke usw., nun doch statt. Mist – aber nicht zu ändern.
Noch ne Stellungnahme zum Wohnungsbauprogramm des Bezirksamtes Pankow
Anläßlich des Ergebnisses der Städtebaulichen Voruntersuchung für das
Gebiet südlich entlang der Ringbahn zwischen Prenzlauer Allee und
Kniprodestraße, die ein Wohnungsneubaupotential in einer Größenordnung
darstellt, wie es für das Tempelhofer Feld vorgesehen war und das die
Zahl der Einwohner/innen der Fläche verdoppeln würde, möchte die AI zum
2.7.14 einen Bürgerantrag in die BVV einbringen für ein Grünes Band
entlang der S-Bahn in der Breite des Anton-Saefkow-Parks an der
Kniprodestraße, das von Wohnbebauung freigehalten wird, um dort Defizite
bei der sozialen Infrastruktur, insbesondere Freiflächenversorgung, im
Prenzlauer Berg perspektivisch zu mildern.
Aus Sicht der AI ist es unverständlich, wie die Voruntersuchung anhand
ihrer (ergänzungsfähigen) Bestandsaufnahme zu dem variantenlosen
Ergebnis kommt, an dieser Stelle fehle gerade Wohnungsbau im großen
Maßstab.
Im Juli bis spätestens September d.J. soll laut Ankündigung des
Stadtrates für Stadtentwicklung J.-H. Kirchner, werde die BVV diesem
Untersuchungsergebnis etnsprechende Maßnahmen beschließen.
Die umliegenden Quartiere sind mit wohnungsnahen Grünflächen schlecht
oder überhaupt nicht versorgt (Umweltatlas), das Gelände ist aus
stadtklimatischer Sicht hinsichtlich Nutzungsintensivierung ausnahmslos
hoch, sehr hoch oder höchst empfindlich; das Landschaftsprogramm sieht
eine Verbesserung des Freizeit- und Erholungsangebotes des gesamten
Geländes vor, das eine Lücke im Inneren Parkring (SenStadtUm) schließen.
Es besteht kein Zweifel daran, daß eine bessere Bewirtschaftung des Wohnungsbestandes in der Mieterstadt Berlin nötig ist. Eine öffentliche / nichtkommerzielle Klärung der Bestands- und Bedarfs-Situation einschließlich zeitnaher, realistischer Bevölkerungszahl; Bewirtschaftung der Wohnungsbestände durch gemeinnützige Träger; Mietobergrenzen, Erleichterung von bedarfsgerechten Umzügen durch Deckelung der Mieterhöhung bei Neuvermietung; ggfs. low-standard-Ertüchtigung des vorhandenen Wohnungsbestandes; Beenden von Zweckentfremdung; Umnutzung von Gebäuden u.a. sind Instrumente, die angewendet werden können, bevor ggfs. eine behutsame Ergänzung durch Neubau durch nicht profitorientierte Träger auf Flächen und in Gebieten erfolgen kann, die infrastrukturell erschlossen sind – sozial, ökologisch und ökonomisch schonende Perspektiven.
Eine zusätzliche Verdichtung im Ernst-Thälmann- und Anton-Saefkow-Park
durch Wohnungsbau im sog. gehobenen Segment verschärft die Engpässe in
der sozialen Infrastruktur zusätzlich, treibt über den Mietspiegel die
Mieten in der Umgebung in die Höhe und verschlechtert die Situation der
Stadt im Klimawandel.
Weder verbessert sie die Wohnungssituation für die Mehrzahl, die keine
hohen Einkommen hat, noch kann sie über „Abschöpfungen“ in
Städtebaulichen Verträgen mehr Probleme lösen als sie schafft. Auch ist
das Verbauen bisheriger Bahnflächen in einer Verkehrspolitik im
Klimawandel fragwürdig.
Berlin verdankt die positiven Wirkungen wichtiger Freiflächen heute der
Voraussicht früherer Stadtentwicklungsplanungen. Dringend sollte durch
rechtsverbindliche Planung jetzt die Grundlage geschaffen werden für die
schrittweise Vervollständigung das Grünen Bandes von den ausgestalteten
qualitätvollen Parkanlagen am Planetarium, Ernst-Thälmann-Park und
Anton-Saefkow-Park her für den Prenzlauer Berg und im Inneren Parkring
für Berlin.
Betonlobby macht Druck-Kirchner als Vorreiter
In Anbetracht der schallenden und peinlichen Niederlage, die der Senat beim Volksbegehren Tempelhofer Feld einstecken musste, geht der Stadtentwicklungssenator Müller samt seiner Betonfraktion massiv in die Offensive und lobt für Neubau Prämien aus. Für besonders schnelle Genehmigungsverfahren gibt es Boni/ „Sprinterprämien“ . Dieses Geld soll direkt an die Bezirke gehen und sie dazu ermächtigen, noch mehr und noch schneller die Voraussetzungen zu schaffen, dass gebaut werden darf.
Die Frage muss an dieser Stelle gestellt werden: Für wen wird gebaut, wer baut, wer hat was davon und wie werden tatsächliche Bedarfe damit gedeckt? Bisher waren die Wohnungen der Neubauten in Berlin für die Meisten unbezahlbar und haben die Taschen der auf Rendite bedachten Investoren gefüllt.
Das ist eine direkte Aufforderung, den Investoren den Weg zur unkontrollierten Stadtplanung und zum Betonieren der Stadt zu erlauben, um aus den Neubauten noch mehr Geld zu scheffeln. Bei diesem Druck aufs Tempo werden garantiert irgendeine Art von Bürgerbeteiligung bei diesen Prozessen nicht mehr möglich sein, behutsame Stadtgestaltung wird ganz bewusst ausgespart und somit der Wohnungsneubau an den wirklichen Bedarfen, wie bisher, völlig vorbei geplant und wahrscheinlich auch ausgeführt.
Als erster Verantwortlicher der Bezirke hat sich bereits Pankows Baustadtrat Kirchner zu Wort gemeldet. Der Grüne Politiker geht davon aus, dass er ohne große Mühe die Prämien einstreichen kann, da er bereits seit seiner Amtzeit den Weg für Investoren zum Bauen fast unkontrolliert frei macht. Wenn er, wie getan, Bürgerbeteiligung nur als lästiges Übel begreift und es mit Winkelzügen und Bauernschläue auszuhebeln versucht, ist ihm die Offerte des CDU/SPD-Senats nur die Bestätigung seines bisherigen Handels. Mit diesem Rückenwind wird er den Druck auf die Bezirkspolitik, auf BVV und den betroffenen Ausschüssen erhöhen und mit dem Wohlwollen der Göpels, Geromes und Groths sich noch mehr als Interessenvertreter der Imobilienwirtschaft und als Macher aufspielen können.
Die Maßnahme des Senats ist eine gewollte und gut kalkulierte schallende Ohrfeige für die Menschen dieser Stadt, für die Mieter*innen der mittleren und unteren Einkommen, für Familien und Studenten, für alle, die den Mietpreisturbo schon lange nicht mehr mitmachen können. Dass so Politik gegen die eigene Bevölkerung gemacht wird, empört und macht die Rolle der vielen Bürgerinitiativen um so wichtiger, denn wen haben die Betroffenen denn sonst als Lobby? (RW)
Den Beitrag, auf den sich dieses Posting bezieht, kann man hier nachlesen.
Spielt nicht mit den Schmuddelkindern!
Es ist schon bedauernswert, wie sich Investoren und deren Interessenvertreter Wohnungsbau in Berlin so grundsätzlich vorstellen. Bedauernswert vor allen Dingen für die Neumieter oder -eigentümer. Das hat sowenig mit Stadtgestaltung, mit urbanen Leben und Durchmischung zu tun, wie ein Goldhamster mit Kochen. Es sind augenfällig ästhetische und architektonische, aber auch gestalterische Gründe, so dass ich den armen Reichen, also zukünftigen Bewohner neuer Stadtquartiere mein ganzes Mitleid gönne.
Am Beispiel Thälmannpark kann man es sehr gut erklären. Der Stararchitekt, der den Prenzlauer Bogen verzapft hat, nannte die dem Gebäudekomplex gegenüberstehenden Plattenbauten aus der DDR-Zeit noch hämisch Legebatterien. Immerhin sind die Zonenwohnkammern jetzt unter Denkmalschutz gestellt worden und haben damit eine langersehnte Wertschätzung unter reflektierten Architekten und Historikern erfahren.
Dagegen steht das weiße Gebäude, das so akribisch umzäunt und konsequent überwacht wird, wie ein Kathedrale der Angst da. Wo paranoide Bewohner*innen sich kaum raustrauen, um ihren hochgezüchteten Hund im Park auszuführen, entwickelt sich ein eigenes Ghetto, dass in seiner Begrenztheit wirkliche Lebensqualität massiv einschränkt. Das Mantra „Bloß nicht in Kontakt kommen mit den Unterschichten! Bloß keine Durchmischung!“ zeigt, wie armselig es unter Vermögenden zugehen kann.
Die Kinder kleben sehnsüchtig an den Zäunen, da sie neidisch auf die Altersgenossen vom angrenzenden Kindergarten oder auf den Spielplätzen der Platte sind, die so laut und frei ihrem Spieldrang nachgehen. Doch Mutti hat bestimmt eine Standortüberschreitung verboten. So bleibt es traurig und ohne Spielkameraden auf gestutzten Rasen liegen.
Das alles ist gewollt, von Investoren, beauftragten Architekten und den potenziellen Kunden. Das System ist bereits so konditioniert, dass als Wohnneubauten ganz grauenhafte oberirdische Bunker entstanden sind, die auf Sicherheit mehr Wert legen, als auf echtes und offenes Wohnen. Wie der Prenzlauer Bogen eher als Sanatorium des BND daherkommt, wirkt der ELLA-Neubau als eine römische Festung im gallischen Dorf.
Wenige Wohnungen haben hier Licht, weil man die gewaltige Baumasse zwischen Krankenhaus und Platte gequetscht hat. Große Mauern an den Eingängen zeugen von der großen Angst vor unangenehmer Berührung mit der Stadt und ihren Menschen. Das Monstrum wirkt so anorganisch in dieses Gebiet gepflanzt, dass man gespannt sein kann, wie sich die Neu-Thälmannpark-Bewohner*innen sich ihre Freiräume erkämpfen. Den armen Reichen wird hier ein Denkmal gesetzt, was zwar nicht schützenswert, aber auch mit ganz viel Geld nicht aufzuwiegen ist. Diese Kapitalanlage hätte man sich getrost sparen können.
Wenn die regierenden Parteien im Land und im Bezirk nach Wohnungsbau in Berlin schreien, kann ich mir nicht vorstellen, dass das so mit schlechtem Geschmack, unsozialer Ausrichtung und soziologisch völlig unreif flankiert werden soll. Denn abgesehen von den Mietpreisen, der halt viele Menschen von vorne rein ausgrenzt, hat diese Art Wohnungsneubau auch eine menschenunwürdige und ghettoisierende Komponente für die betroffenen Mieter und Eigentümer. Schon allein aus ästhetischen Gründen ist so den Immobilienheinis Stadtplanung nicht zu überlassen. (RW)
Gerome: …der der Kirchner und Stattbau vertraut
Was für eine heile Welt wird da vom Investor Christian Gerome gezeichnet, die sich auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Greifswalder Straße entfalten soll. Glückliche Menschen in einer glücklichen Welt werden da wachsen und die Welt an der S-Bahnstrecke schöner machen.
Einst hatte er das Areal gekauft, als es keiner wollte und alle pennten. Für ein Schnäppchen von knapp über 1 Mille erwarb er die Gewerbe-Beton-Fläche um es jetzt in Grün zu verwandeln…nur mit ein paar schönen Häusern mit glücklichen Menschen. Und mit fetter Rendite.
Die Politik vertraut ihm, den rührigen und doch so öffentlichkeitsscheuen Investor, der schon an der Gleimstraße 52 bewies, wie sehr ihm die Belange der Menschen am Herzen liegen. Natürlich kann es beim Aufbau und den städteplanerischen Aktivitäten zu Kollateralschäden kommen, aber die werden einfach weggelächelt und im Bezirksamt hat man ja willige Verbündete, die das mit den Bürgern und irgendwelchen Problemen regelt. Das wird auch beim Güterbahnhof so klappen.
Denn wo Licht ist, ist auch Schatten. Aber nicht bei Christian, denn er hat Großes vor. Er stört ja keinen und Anwohner*innen mit Protesten oder anderer Meinung sind halt mal schnell Radaubrüder und Egoisten. Deren Entwurf zur Entwicklung des Areals ist für Christian keine Diskussionsgrundlage. Denn wo man sich abseits von Geromes Vorstellungen befindet, da ist dann Schatten und Egoismus und man bewegt sich fern jedem Realismus.
Jedenfalls stehen die Leute um Kirchner auf der richtigen Seite, auf der Sonnenseite. Sie haben das Vertrauen des Großinvestors Gerome, dass sie ihm den Weg ins Immobilienparadies freiräumen. Sicher wird er nicht enttäuscht werden, Politik, in diesem Fall grüne Politik funktioniert einfach so. Da haben die egoistischen Anwohner*innen eben mal keine Chance, diese Kröte werden sie schlucken müssen. Wo kommen wir denn da hin, dass Bürgerwillen und -beteiligung, dass durchdachte städtepolitische Forderungen, dass sozialer Wohnraum, dass behutsame Stadtentwicklung im Interesse der Menschen irgendeine Rolle spielen. Die Investoren genießen doch schon seit Jahren das vollste Vertrauen der Bezirkspolitik und diesen Weg gilt es weiter konsequent zu gehen. Die Störer bekommt man schnell mit Diskreditierung und Ignoranz weg. (RW)
P.S. Geromes Spezi Sascha Klupp macht es vor, wie mit störischen Altmietern oder halt Bewohnern umgegangen werden sollte. Zu solchen drastischen Maßnahmen wäre Christian auf dem Güterbahnhof noch nicht gezwungen. Aber wenn es sein muss…Der Mann fürs Grobe wütet gerade in der Wisbyer Straße, nachdem er schon in der Gleimstraße die Vorgaben seines „Chefes“ umgesetzt hat.
