Ideologisch aufgeblasener Bullshit

Die antikommunistischen Reflexe funktionieren noch. Mit welch unterirdischer Polemik und ideologisch aufgeladenem Antikommunismus die Erklärung der Berliner Denkmalbehörde zum Thälmannpark in der BZ kommentiert wurde, ist so unfassbar unreflektiert, unjournalistisch und dumm.

Dass der Thälmannpark jetzt als Flächendenkmal anerkannt wird, hat doch geschichtliche und architektonische Gründe. Will denn der Autor des Schimpfpamphletes in der BZ jede Geschichte und geschichtliche Aufarbeitung aus Berlin verbannen?

Dass es natürlich einer differenzierten politischen und geschichtlichen Einordnung der Person Ernst Thälmann bedarf, steht außer Zweifel. Eine Informationstafel auf dem Platz wird Licht ins Dunkel bringen.

Was will aber der Autor Schupelius uns mit dem Beitrag sagen? Soll das Areal abgerissen werden? Und dann endlich Platz für die Paläste von Immobilienspekulanten geschaffen werden, die dann den Park bis zur Unkenntlichkeit zubetonieren können, um auf ihre Rendite zu kommen? Das wäre sicher ein holder Traum des BZ-Autors. Alles DDR zerstören!

Er hat nicht verstanden, wie man mit Geschichte umgeht, auch wenn sie schwierig ist. Wir verherrlichen ja auch den preußischen Militarismus, aber das ist sicher nicht so schlimm. Ist die Erinnerung an die kommunistische Gewaltherrschaft (für die Menschen in den Westbezirkes) so schmerzhaft, dass jede Erinnerung auszumerzen ist? Wie es den Menschen im Osten damit geht, wird hier nicht gefragt.

Übrigens war das Denkmal von Ernst Thälmann schon vorher unter Schutz gestellt. Da wäre mit einem Abriss eh nichts zu machen.

Es ist sehr angenehm zu wissen, dass in der Landesbehörde für Denkmalschutz sehr unaufgeregte, unideologische und geschichtsbewusste Menschen den Ton angeben, um sehr verantwortungsvoll den Berlinern ihre Geschichte deuten wollen. Die reaktionären Scharmützel der BZ kann man getrost ignorieren. (RW)

Stellungnahme (6)

Zum Bericht der Voruntersuchung

Einleitend möchten wir den Grundsatz begrüßen, dass im Untersuchungsgebiet die bestehenden Grünflächen auch künftig grün bleiben werden. Es ist auch zu wünschen, dass eine architektonisch so schlechte Bebauungs-Option wie mit dem völlig atypischen Gebäude im Ferienhaus- oder Sanatoriumsstil, dem Prenzlauer Bogen auf dem ehemaligen Grundstück der Stadtwirtschaft, nicht noch einmal möglich werden kann.

Zu der in der SWOT-Analyse angesprochenen „Desintegration der Neubauten in den Bestand“ ist die Frage verbunden, wo die Verantwortlichkeit für dieses Versagen liegt. Dieses Thema ist wichtig, denn begangene Fehler dürfen sich bei weiteren Neubebauungen nicht wiederholen.

Berlin zeichnet sich aus und wird geschätzt, weil es von Hochhäusern verschont ist. Das sollte auch ein Leitgedanke für künftige Entwicklungen sein. Es braucht keine Hochhäuser im Bereich des Güterbahnhofes an der Greifswalder Str. Das Untersuchungsgebiet gibt viel Raum, um vernünftige Lösungen für Wohnen, Erholung im grünen Park, Bildung/Schule, Spielen, Kultur, Sport, Verkehr und Parkplatzflächen zu entwickeln. Es liegt an den Entwicklern und Entscheidern dementsprechend zu handeln. Es sollte auch ein Leitgedanke sein, soviel wie möglich Verkehr zu vermeiden, aber so viel wie für die Anwohner erforderlich ist, PKW-Parkplätze zu erhalten und auch neu zu schaffen.

Die Voruntersuchung vermittelt den Eindruck, dass Parkplatzflächen verringert werden sollen. Das wäre kontraproduktiv, denn der Bedarf an PKW-Stellplätzen wird sich durch eine zunehmende Anwohnerzahl objektiv erhöhen.

Schulcampus

Die Entwicklung des Schulcampus und die Erhöhung des Sicherheitsstandards für die Schüler im Bereich Schule und Sport ist ein wichtiges Anliegen. Wenn für den Schulcampus und einen möglichen Erweiterungsbau die Fläche des jetzigen Schul- und Hortgebäudes sowie des Bereiches der Sportanlagen und des Schulgartens (im Planteil Karte auf S. 12) potenziell in Betracht gezogen werden soll, entsteht die Frage, ob durch dieses „geschlossene“ Areal nicht eine Unterbrechung und Abtrennung des Parkbandes von der Prenzlauer Str. in Richtung Greifswalder Str. erzeugt wird, unabhängig von den geplanten Wegen südlich und nördlich um dieses Terrain herum.

Im Bericht der Voruntersuchung wird von einer Ost-West-Grünverbindung gesprochen, diese Verbindung sollte auch nicht durch ein „geschlossenes Gelände“ unterbrochen werden Das Konzept der Anwohner-Initiative Thälmannpark „teddy zwei null“, welches das Vivantes- Grundstück als Bildungsstandort vorsieht, erscheint besser und schlüssiger. Das Areal grenzt direkt an das jetzige Schulgrundstück. Das im Bericht der Voruntersuchung konzipierte „Betreute Wohnen“ auf dem Vivantes-Grundstück dürfte dem nicht im Wege stehen.

Straßen

Die im inneren Bereich des Wohngebietes liegenden Straßen sind Anliegerstraßen, d.h. Stichstraßen (Sackgassen). Der Bestand an Straßen ist für den Anliegerverkehr ausreichend. Das soll unbedingt so bleiben, um jede unnötige Zunahme von Verkehr abzuwenden.

Wenn die in der Karte auf S.15 des Planteiles als Neubau konzipierte Erschließungsstraße für das Grundstück des Vivantes-Geländes (in Anbindung an die Straße auf dem Gelände des Bezirksamtes) als Stichstraße vorgesehen ist, ist das möglicherweise erforderlich.

Aber als eine Verbindungsstraße zur Ella-Kay-Str., wie auf S. 103 unter 6.2.4 skizziert, als „kurze Verbindung zur Ella-Kay-Straße“, wäre diese Maßnahme nicht nur abwegig, sondern absolut konträr zu dem Anliegen, zusätzlichen Verkehr zu vermeiden.

Schon allein durch den Neubau Ella-Kay-Str. Nr. 24 kommt es zu einer Verdichtung und damit einhergehend zu einem stärkeren Verkehr. Deshalb dazu der klare Standpunkt: keine Anbindung der vorgesehenen Erschließungsstraße auf dem Vivantes-Gelände an die Ella-Kay-Str.

Abgesehen davon, dass zwischen beiden Ebenen (Ella-Kay-Str./Vivantes-Gelände) ein nicht geringer Höhenunterschied besteht, würde eine solche Straße nur zusätzlichen Verkehr erzeugen, für den es objektiv keine Notwendigkeit gibt, denn der direkte Verkehrs-Anschluss des Vivantes-Geländes liegt in der Diesterwegstr., auch wenn sie als Fahrradstraße und Anwohner-Verkehrsstraße konzipiert werden sollte, bestehen dort die besten Zufahrtsvoraussetzungen, die auch diesem Charakter der Straße dann nicht entgegen stehen.

Ohnehin ist zu bezweifeln, dass es sinnvoll ist, die Diesterwegstr. als Fahrradstraße zu konzipieren. Eine im echten Sinne verkehrsberuhigte Anliegerstraße, die tatsächlich den Abkürzungsverkehr verhindert und sowohl einen sicheren Fahrradverkehr als auch Anliegerverkehr ermöglicht, wäre sinnvoller.

Parkplatzflächen

Die Aussage auf Seite 68/70, dass der „Untersuchungsbereich ausreichend mit Stellplätzen ausgestattet“ ist, ist schon auf den Status quo bezogen nicht mehr zutreffend.

Diese Aussage ist absolut wirklichkeitsfremd.

Die Parkplatzsituation ist real schon heute sehr angespannt. Mit dem Bezug des Gebäudes „Prenzlauer Bogen“ hat sich die Parkplatzsituation sofort verschlechtert, weil offensichtlich nicht alle Bewohner des Gebäudes die Tiefgarage nutzen. Bewohner angrenzender Wohngebiete parken ebenfalls ihre PKW im Untersuchungsgebiet. Es ist abends für den Anwohner kaum noch ein Parkplatz zu finden. Die Folge ist das unnötige Fahren und Suchen nach einem Parkplatz. Mit der Fertigstellung des Gebäudes Ella-Kay- Str. 24 wird sich die Situation noch weiter verschlechtern, weil auch dort damit zu rechnen ist, dass´nicht alle Bewohner die Tiefgarage nutzen werden. Dazu wird es noch zusätzlichen Besucherverkehr geben.

Wenn im Punkt 1.3 Herstellung/Änderung öffentlicher Erschließungsanlagen die „Optimierung Stellplatzanlage vor Ella-Kay-Str. 26-50“ konzipiert wird, muss hier, bedingt durch die Zunahme an Anwohnern durch Neubau, dem Mehrbedarf an Parkplatzstellflächen Rechnung getragen werden.

Es ist deshalb bei den Planungen dringend erforderlich, weitere Parkplätze zu schaffen. Das Potenzial dafür ist ausreichend vorhanden.

Die existierenden Parkplatzflächen im Wohngebiet bieten die Möglichkeit der erforderlichen Erweiterung von Stellplätzen. Auch die Diesterwegstr., ob als Anliegerstraße oder Fahrradstraße, bietet ausreichend Stellplatzflächen-Potenzial für die Anwohner.

A & G

Für neue Herausforderungen gerüstet

Eines der Eckpfeiler der Anwohnerinitiative Thälmannpark ist Transparenz. Wir forcierten einen regen Austausch von unterschiedlichen Meinungen, Bedürfnissen und Ansichten. Das gesamte Spektrum der heterogenen Bevölkerung sollte und soll über die Initiative eine Stimme bekommen. Es wird keine Meinungsmacher geben, die fertige Meinungen aus einem kleinen Kreis der Öffentlichkeit als Meinung der hier lebenden Menschen unterjubeln. Jederzeit stellt die Initiative den Rahmen zur autonomen Meinungsäußerung aller zur Verfügung.

Diese Möglichkeit wird von vielen Menschen genutzt. So auch bei den Stellungnahmen zur Voruntersuchung von Stattbau. Nach der Genehmigung der Autoren veröffentlichen wir diese Stellungnahmen. Wie die von uns praktizierte und geforderte Transparenz auch vom Bezirksamt und Stattbau durchgeführt wird, lässt äußerst zu wünschen übrig.

Die über 40 Stellungnahmen finden, auch wenn sie anonymisiert werden können, leider keinen Weg an die Öffentlichkeit. Wie hier Zusagen des Amtes verschleppt und blockiert werden, ist so nicht hinzunehmen. Mit dem Verweis, man würde zur Erörterungsveranstaltung von Stattbau im April sich mit den Stellungnahmen beschäftigen, zeigt das Amt sein eindeutiges Desinteresse an Bürgerwillen und -meinungen. Es ist nicht nachzuvollziehen, wie man auf einer einzigen Veranstaltung so vielen Meinungen gerecht werden will. Wahrscheinlich ist das auch nicht politischer Wille.

Stattdessen ist das Ziel von Baustadtrat Kirchner, die Anwohnerinitiative zu diskreditieren, wie er es in Interviews des Öfteren getan hat. Da zeigt er viel mehr Kreativität, als tatsächlich Bürgerwillen in städtepolitische Konzeptionen einfließen zu lassen. Er sollte wissen, dass die Initiative durchaus eine Gewichtung und ein stabiles Fundament aufweist, das uns für die zukünftigen Aufgaben im und um den Thälmannpark gerüstet hat.

Raik Weber

Stellungnahme (5)

Stellungnahme zum Bericht zur Voruntersuchung Thälmannpark im Rahmen der Beteiligung der BürgerInnen und Träger öffentlicher Belange

Sehr geehrter Herr Kirchner, sehr geehrte Damen und Herren

Als freiraumplanerisch-städtebaulich interessierter Bürger und Nutzer des Thälmannparkes gebe ich Ihnen hiermit meine Stellungnahme zum Bericht zur Voruntersuchung Thälmannpark im Rahmen der Beteiligung der BürgerInnen und Träger öffentlicher Belange bekannt.

Ich stimme den meisten im Voruntersuchungsbericht gemachten Analysen und den daraus abgeleiteten Vorschlägen zu, allerdings nicht den baulichen Ergänzungen auf den ehemaligen Güterbahnhofsflächen im Areal Thälmannpark und auf dem Deuna-Areal.

Mir erscheint in der Analyse besonders wichtig:

  • Aufgrund  der äußerst heterogenen Nutzungsstruktur und dem großen Freiflächenanteil      ist das Gebiet Thälmannpark in der dicht bebauten und hauptsächlich zu      Wohnzwecken genutzten Umgebung einzigartig.
  • Der      Anton-Saefkow-Park hat eine wichtige Funktion als wohnungsnahe Grünanlage      und ist Teil der übergeordneten Grünverbindung.

Zusammen mit der Grünverbindung entlang der Nordgrenze des Thälmannpark-Gebietes ist der Anton-Saefkow-Park Teil des „Inneren Parkrings“.

  • Die      westlich und südwestlich umliegenden Planungsräume sind hinsichtlich der      Versorgung mit Spiel- und Freiflächen als schlecht versorgt, im Norden als      nicht versorgt zu bewerten.

Qualitativ besteht in beiden Planungsräumen ein erhebliches Defizit, in den umliegenden Quartieren teilweise erhebliche Defizite in der Spielplatzversorgung.

Bei diesen Defiziten muss die prognostizierte deutliche Zunahme der Bevölkerung für den Gesamtbezirk, und dabei inbes. die wachsende Anziehungskraft auf junge Familien sowie der überdurchschnittlich hohe und weiter wachsende Anteil an Kindern und Jugendlichen im Planungsraum vorausschauend mitbedacht werden. Die Defizite werden sich zwangsläufig vergrößern.

Das Gebiet Thälmannpark erfüllt schon jetzt eine wichtige Entlastungsfunktion für diese Defizite in der Nachbarschaft, die aufgrund der prognostizierten deutlichen Zunahme der Bevölkerung noch zunehmen werden. Hinzu kommen die damit ebenso wichtiger werdenden klimatischen Ausgleichsfunktionen.

  • Die      landschaftlich geprägte Weite des Thälmannparkes besteht trotz der      gegenüber dem Ursprungskonzept vorgenommenen Verdichtung zu DDR-Zeiten.      Der bereits seinerzeit verkleinerte Park ist gartenhistorisch eine      wichtige freiraumpolitische Errungenschaft.
  •   Das Wohngebiet Thälmannpark ist ein herausgehobenes Beispiel des DDR-Städtebaus: Der Denkmalwert besteht v.a. hinsichtlich des integrierten Wohnkomplex-Konzepts mit Bildungs-, Kultur-, Sozialeinrichtungen und der Freiflächenversorgung und -gestaltung.
  • Heute      ist zu beklagen, dass der Zustand der Grün- und Freiflächen im      Untersuchungsgebiet ihren vielfältigen Aufgaben und ihrer Bedeutung nicht      gerecht wird, es bestehen beträchtliche Nutzungs- und Gestaltungsmängel.
  • Das      Landschaftsprogramm Berlin sieht für das Untersuchungsgebiet den Erhalt      und die Qualifizierung der bestehenden Grünflächen vor.
  • Die      Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bekräftigt die Bedeutung      der Freiflächen im Thälmannpark, sie hat erhebliche Bedenken gegen deren      Neubebauung und Nachverdichtung.

Daraus ergibt sich für mich die Notwendigkeit folgender Maßnahmen:

  •   Die „Grüne Insel“ soll weiterhin im Stadtbild erkennbar bleiben. Alle vorhandenen Grünflächen sollen deshalb erhalten bleiben und in ihrer Funktion gestärkt werden. Zusätzlich sind weitere Grünflächen an der Bahnlinie und in Erweiterung des Anton-Saefkow-Parks vorzusehen. Die Fortführung des „Grünbandes“ zum Saefkowpark ist mit Priorität zu verwirklichen.
  • Wichtig      ist der Erhalt, die Qualifizierung und der Ausbau der Freiflächenstruktur      im Quartier, Maßnahmen zur Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten und Aufenthaltsqualität      sind unter Beachtung der notwendigen Generationengerechtigkeit      vorzunehmen. Der Einschätzung von Brigitte Gehrke, wonach die Kosten für      die Neugestaltung der Spielplätze – unter Berücksichtigung der      Flächengrößen und des Zustands – nicht ausreichend sind, pflichte ich bei.
  • Die      ursprüngliche, aufwändige Gestaltung des Thälmannparkes als einzigartiges      Beispiel der Landschaftsarchitektur der DDR erfordert ein      gartendenkmalpflegerisches Gutachten, das insbes. die Ausstattungselemente      aus der Entstehungszeit (Brunnen, Sitzelemente, Lampen, Plastiken, sowie      auch die Bepfalnzungskonzeption) untersucht und einen angemessenen Umgang      definiert.
  • Auch      der Anton-Saefkow-Park erfordert nicht nur die Fortschreibung eines      Parkpflegewerkes, sondern eine denkmalgerechte Sanierung aufgrund eines      gartendenkmalpflegerisches Gutachtens.
  • Weiterhin      erfordert die lokale Identität die Wiederherstellung und Aufwertung des Schirmkinderplatzes Prenzlauer      Allee Ecke Danziger Straße mit der Bronzeplastik „Kinder unterm      Regenschirm“.
  • Das      Bezirksamts-Gelände sollte weitgehend, auch außerhalb der Dienstzeiten,      für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
  • Für      die Nachnutzung des Vivantes Klinikums sollte die Festlegung einer nicht      abgeschlossenen, zum Wohngebiet geöffneten Nutzungsstruktur erfolgen.
  •   Die Findung einer Ausstellungsmöglichkeit zur Erklärung der Geschichte und der Besonderheiten des Gebietes sollte Ziel von Bezirk und WBG sein.
  • Der vorgeschlagene Punkt 5. Umnutzung der ehemaligen      Güterbahnhofsflächen im Areal Thälmannpark und auf dem Deuna-Areal      („Bauliche Ergänzungen sind auf den ehemaligen oder noch in Nutzung      befindlichen Bahnflächen möglich. Hier werden für die Zukunft Potentiale      im Wohnungsbau vorgesehen.“) wirkt den freiraumplanerischen Zielen
    • Verminderung der bezirklichen       Defizite an Spiel- und Freiflächen
    • Vervollständigung des inneren       Parkrings einschließlich überörtlicher Radwegeverbindung
    • Erhaltung und Verbesserung der       klimatischen Ausgleichsfunktionen
    • sowie Erhaltung des städtebaulichen Charakters des Thälmannpark-Gebietes

diametral entgegen und muss deswegen unter allen Umständen unterbleiben.

  • Insbesondere      die auf dem Deuna-Areal      vorgeschlagene „klare Blockrandstruktur“ stellt angesichts dieser      freiraumplanerischen Ziele überhaupt keine geeignete Bebauungsstruktur      dar. Wenn, dann käme hier nur eine punktuelle Bebauung mit einem hohen      Anteil (halb)öffentlicher Freiflächen in Frage.
  • Das      Areal Thälmannpark ist im nördlichen      Bereich vollständig von jeglicher Bebauung freizuhalten. Stattdessen      sollen die ehemaligen Bahnflächen hier zur Minderung der bestehenden      Defizite freiraumplanerisch qualifiziert werden.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe in Erwartung Ihrer Auswertung mit freundlichen Grüßen,

Axel Zutz

Stellungnahme (4)

Kaltluftleitbahn

Eine Kaltluftleitbahn von sehr hoher Bedeutung führt auf den nördlichen S-Bahnring zwischen den S-Bahnhöfen Greifswalder Straße und Prenzlauer Allee. Die niedrige Bebauung und emissionsarme Lage entlang der Bahnlinie, sorgt für eine hochwertige Frischluftzufuhr.

Die klimatische Funktion ist besonders für den als empfindlich gekennzeichneten Bereich nördlich des Thälmannparks von hoher Relevanz. Eine Bebauung im Gebiet des Anton- Saefkow Parks und des Ernst-Thälmannparks ist daher als bedenklich einzustufen, solange keine Umweltverträglichkeitsstudie das Gegenteil nahelegt.

Frank Wegener

Stellungnahme (3)

Nach Durchsicht der vom Bezirksamt Pankow und der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH im Internet öffentlich zugänglich gemachten Unterlagen nehme ich wie folgt Stellung:

1.Das Areal (ohne Ergänzungsgebiet östlich der Greifswalder) sollte als Beispiel eines stadtplanerisch beispielhaften und komplex angelegten Musterstadtteils nach den politischen Vorgaben und materiellen Realisierungsmöglichkeiten der DDR-Architektur unter Schutz gestellt werden noch bevor weitere einschneidende Baumaßnamen den architektonischen Gesamteindruck verändern. Es ist ein einzigartiges Beispiel für Berlin wie auch überregional und den bereits denkmalgeschützten Komplexen in unmittelbarer Nachbarschaft durchaus gleichrangig schützenswert. Das vorgelegte Material trägt in seiner Grundaussage mit einigen Einschränkungen (siehe Pkt. 2) diesem Anliegen Rechnung. Die Entscheidung über die Unterschutzstellung sollte vor Bestätigung der Entwicklungskonzeption grundsätzlich fallen bzw. administrativ verbindlich auf den Weg gebracht werden.

2.Wir plädieren für einen durchgängigen Grünzug von der Prenzlauer Allee bis zur Kniprodestrasse ohne jegliche Wohnbebauung. Im Bericht sind dafür massive Argumente insbesondere aus stadtklimatischer Sicht sehr richtig und mehrfach aufgeführt. Jeder visionäre und  verantwortungsbewusste Stadtplaner sieht, welche geradezu historische Chance sich mit einem solchen kilometerlangen Grünzug von Nordwest nach Südost – also in der bevorzugten Windrichtung – für das Stadtklima eröffnet. Ein bereits vorhandener schmaler grüner Korridor könnte sich bei politischem Willen für Zehntausende Anwohner und für Flora und Fauna noch weiter öffnen und für die nächsten Generationen gesichert werden.Diese Chance darf man mit kurzsichtigen Entscheidungen nicht verbauen – im wahrsten Sinne des Wortes „zubauen“.

Auch der vorgesehene Fuß- und Radweg entlang der Bahntrasse sollte natürlich großzügig im Grünen verlaufen. Eine gute Idee! Der Ausbau und Erhalt örtlicher Biotopverbindungen über die Kleingartenanlagen am Volkspark Prenzlauer Berg, den Volkspark selbst und in Fortsetzung inklusive des Jüdischen Friedhofs Weißensee kann unserer bereits viel zu sehr verdichteten Stadt nur gut tun. Verwertungsinteressen müssen aus Verantwortung für heutige und künftige Generationen klar zurückgestellt werden.

3.Zu den ausgewiesenen Wohnungsbaupotenzialen: Lärm, Staub und Luftbelastungen müssen im vitalen Interesse der Wohnbevölkerung von Wohnstandorten natürlich ferngehalten werden. In politischen Sonntagsreden ist das völlig unstrittig! Niemand, der bei Verstand ist, würde sein Haus an eine Bahntrasse bauen. Aber hier soll genau das mehreren tausend potenziellen künftigen Mietern zugemutet werden! Prämisse muss doch sein, für alle Mitbürger – auch die mit schmalem Geldbeutel – ein echtes Wohlfühlklima zu schaffen, die Menschen heimisch zu machen! Natürlich kann man wohl vor allem junge Leute zeitweilig in Wohnquartiere locken, die wegen der vorhandenen Belastungen keinesfalls als optimal zu bezeichnen sind. Keiner der heutigen Entscheidungsträger würde sich selbst langfristig mit seiner Familie an der Bahntrasse ansiedeln. Diese Flächen – insbesondere nördlich der Greifswalder Str. – sind keine Wohnstandorte für die nächsten hundert Jahre. Sie entsprechen nicht den berechtigten Erwartungen heranwachsender  Generationen. Wer gegenteiliges behauptet, hat nicht bis zu Ende gedacht oder ist ausschließlich profitorientiert. Wohnen im Berlin der Zukunft muss andere Umweltstandards als in Gründerzeitquartieren oder in der früheren Inselstadt Berlin-West erfüllen, wo man bekanntermaßen selbst die Stadtautobahn mit Wohnungen überbaut hat. In dieser Zukunftsfrage, die zugleich eine sehr politische ist, darf man nicht vor Verwertungsinteressen oder angestrebten statistischen Erfolgsmeldungen profilierungsorientierter Politiker (2200 WE!) einknicken. Politische Verantwortung im demokratischen Wortsinne wahrzunehmen heißt, diese Vorhaben gerade wegen der eingeschränkten Wohnqualität im Interesse künftiger Mieter abzulehnen.Kennziffern zu Wohnungsbaupotenzialen hin oder her– es geht um nicht weniger als die Zukunft dieser Stadt. Durch Lückenbau und Dachgeschossausbau ist bereits eine grenzwertige Verdichtung erfolgt. Die Zahlen im Bericht belegen das klar. Verantwortungsvolle Wohnungsbaupolitik heißt nicht zuletzt, den Menschen dort Angebote zu machen, wo sie wirkliche Lebensqualität vorfinden. Und das ist jedenfalls nicht als Randbewohner von Bahntrassen! Die Verantwortung der Entscheidungsträger geht doch weit über ihre Amtszeit oder Wahlperiode hinaus. Hier sind echte Visionen  für unsere Stadt und unser aller Zukunft gefordert.

4.Ergänzende Vorschläge:

– Vor dem achtgeschossigen Block parkseitig zwischen den Hochhäusern (Kindergarten, Gaststätte) müssen Poller angebracht oder andere Maßnahmen zur Verhinderung des widerrechtlichen Befahrens des Fuß- und Radweges durch Kraftfahrzeuge ergriffen werden. Wir beobachten immer wieder, dass insbesondere bei Stau auf der Greifswalder stadteinwärts, quer durchs Wohngebiet Schlupflöcher über die Fußwege gesucht werden oder dass nachts Gäste aus der Gaststätte abgeholt werden.

– Der Trampelpfad zwischen Lilli-Henoch-Str. und Rückseite Denkmal sollte legalisiert werden! Er lässt sich nicht verhindern.

– Das Problem eines geregelten und kontrollierbaren Hundeauslaufs kommt in der Vorlage nicht vor. Es muss aus hygienischen und Sicherheitsgründen dauerhaft geregelt und durchgesetzt werden. Die Kindergruppen auf den Wiesenflächen und auch andere Nutzer haben einen berechtigten Anspruch, nicht im flächendeckend vorhandenen Hundekot zu spielen oder zu sonnen. Zugleich gibt es verantwortungsbewussten Anwohnern die Möglichkeit, bei Nichtbeachtung der Regeln freundlich aber bestimmt auf das dafür vorgesehene Areal zu verweisen. Seitens des Ordnungsamtes ist ja bedauerlicherweise keinerlei Einschreiten zu erwarten, obwohl Mitarbeiter mit dem Schriftzug „ORDNUNGSAMT“  im gesamten Gebiet zwar omnipräsent sind, jedoch nicht im Wortsinne für Ordnung im Wohnquartier sorgen, sondern nur zu Autos Kontakt pflegen.

5.Hinweis: Auf S.72 hat sich offensichtlich ein Fehler eingeschlichen. Die Temperaturabweichungen gegenüber Freilandverhältnissen sind mit „9,5°C“ sicher falsch ausgewiesen.

Reinhard Röder

Thälmannpark – das geteilte Denkmal

von Günter Hahn

Seit November 1985 wohne ich hier auf dem Gelände des alten Gaswerkes. Thälmannpark wurde das Gebiet erst nach der offiziellen Eröffnung im April 1986 genannt und danach die Gestaltung des Gesamtkomplexes mit der Eröffnung des Planetariums 1987 vollendet.

Bis zum Jahr 1995 wurden alle Einrichtungen auch gut gepflegt, wodurch die Benutzung durch Anwohner und Bürger aus den umliegenden Kietzen gern wahrgenommen wurde.

Danach wurde es anders.

Durch die Feststellung von Altlasten, die wegen nicht sachgerechter Entsorgung bei der Demontage des Gaswerkes im Boden verblieben waren, wurden umfangreiche Entsorgungsmaßnahmen durchgeführt, sowie die Brunnenanlage zur Versorgung des Teichs und der Grünanlagen stillgelegt und eine Grundwasserreinigungs-Anlage installiert, welche bis zum heutigen Tage betrieben wird. Die Pflege der Einrichtungen und Anlagen lies deutlich nach. Der Thälmannpark dämmerte vor sich hin, blieb als Einheit jedoch erhalten und hatte immer noch einen guten Zulauf durch Anwohner sowie Gäste. Die Wohnungen waren und blieben preiswert obwohl die GEWOBAG und die Wohnungsbaugesellschaft Zentrum ab dem Jahren um 2006/ 2007 umfangreiche Sanierungen vorgenommen haben, die noch weitergeführt werden sollen.

Wegen der fast vollständig erloschenen Pflege des Teiches und Grünanlagen übernahmen rührige Bürger ab 2008 die Pflege des Teiches, wie auch teilweise die Säuberung von Grünanlagen und Wegen.

Wegen der lockeren Bebauung im Thälmannpark und Umfeld entstanden ab dem Jahr 2010 Begehrlichkeiten durch Investoren, die infolge knapper Kassen des Bezirks zu Teilerfolgen führten. Der Prenzlauer Bogen entstand bereits, das Vorhaben „Ella“ wird derzeit erbaut und das Areal des Güterbahnhofs Greifswalderstraße an den Investor Gerome verkauft.

In dieser Situation wurden Einwohner aktiv. Es bildete sich im Dezember 2012 die Anwohner-Initiative Thälmannpark, welche durch ihre Aktivitäten bisher verhindern konnte, dass beabsichtigte weitere Bebauung im sowie am Thälmannpark nicht erfolgte.

Das Gelände des ehemaligen Gaswerkes von der Prenzlauer Alle bis zur Greifswalder Straße und Danziger Straße wurde von Architekten, Landschaftsgestaltern und Künstlern der ehemaligen DDR als Ganzes, den Thälmannpark gestaltet. Diese Einheit ist sowohl in Büchern beschrieben und findet seinen Ausdruck sowohl in Stadtplänen wie auch Beschreibungen im Internet.

Das Landesdenkmalamt folgt dieser Einheit des Thälmannpark als Ganzes mit seinen

„Erläuterungen zum Vorliegen der Merkmale eines Denkmals“ vom 09.01 2014 nicht.

Im Textteil der Erläuterungen steht auf der zweiten Seite richtig:

„Die relativ zentrale Lage der Wohnbauten im Ernst-Thälmannpark, 2,5 Kilometer vom Alexanderplatz entfernt und noch innerhalb der Ringbahn gelegen, erklärt sich aus der Stilllegung des vorher dort befindlichen Gaswerkes. Die Idee, dieses Areal zwischen Danziger Straße im Süden, der Prenzlauer Allee im Westen, der S-Bahn-Trasse im Norden und der Greifswalder Straße im Osten städtebaulich neu zu ordnen, wurde …..“

Auf der dritten Seite heißt es wiederum richtig:

„Im Nordwesten ist die Bebauung unterbrochen, so dass sich ein fließender Übergang zum Parkbereich, der sich parallel zur Ringbahn bis zum Planetarium an der Prenzlauer Allee erstreckt, ergibt.“

Der Thälmannpark als Ganzes ist mehr als eine Wohnsiedlung mit Park und Denkmal. Ohne die mehrfach erwähnten „Wohnfolgeeinrichtungen“ in den Erläuterungen ist der in die Denkmalliste aufgenommene Teil des Thälmannpark unvollständig und wissenschaftlich nicht nachvollziehbar.

Das Denkmal ist und bliebe geteilt und das verwundert schon, denn wir sind sehr wohl bei der Aufarbeitung der Teilung schon recht weit voran gekommen.

Stellungnahme (2)

In loser Folge werden auf dieser Seite die Stellungnahmen von Anwohner*innen zum Bericht von Stattbau veröffentlicht. Die Genehmigungen der Autoren liegen der Redaktion vor.

Stellungnahme zum Bericht von Stattbau zur Voruntersuchung Thälmannpark

1. Die öffentliche Auslegung des umfangreichen Voruntersuchungsberichtes über einen sehr kurzen Zeitraum in der Vorweihnachtszeit ist höchst befremdend: Öffentlichkeit wird so nicht wirklich hergestellt. Im Gegenteil, der gegenwärtige Stand des gesamten Prozesses lässt viel Raum für Spekulationen, Unterstellungen und Zweifel an einer den aktuellen Herausforderungen gewachsenen und das Allgemeinwohl im Auge behaltenden Stadtentwicklungsplanung. Auch reicht die Einbeziehung allein der Anwohner im Untersuchungsgebiet Thälmann Park wegen zu erwartender Auswirkungen auf benachbarte Wohngebiete nicht aus.

Eingefordert wird hiermit eine breitere Bürgerinformation und Beteiligung am weiteren Planungs- und Entscheidungsprozess! Das bisherige Beteiligungsverfahren ist unzureichend. 

Der Voruntersuchungsbericht äußert sich sehr offen zum Thema Beteiligungsstrukturen – dies ist unbedingt aufzunehmen und auf die Beteiligung der umliegenden Anwohner wie v.a. der Grünen Stadt auszuweiten. Das gilt nicht zuletzt für das Thema Verkehrserschließung, das im Untersuchungsbericht sehr kurz kommt. Die Aussage, dass ein neues Verkehrserschließungssystem anzulegen sei, ist wegen seiner Auswirkungen (z.B. Schleichverkehre, Parkraumsuche in der Umgebung) von hoher Wichtigkeit. Auch hier ist zum gegebenen Zeitpunkt eine geeignete Form von Bürgerbeteiligung vorzusehen.

2. Wohnungsbau ist wichtig, Potenzialflächen für Wohnungsbau sind im Untersuchungsgebiet durchaus vorhanden, aber die Abwägung von Chancen und Risiken der massiven Wohnungsbauplanung greift im Sinne von Augenmaß und Allgemeinwohl viel zu kurz und ist unzureichend. Das erweckt Misstrauen. Mit 7.700 wird der neue Einwohnerzuwachs bestimmt – davon sollen allein 1.500 WE im Untersuchungsgebiet 2 entstehen, das wären mindestens ca. 3.000 neue Einwohner – der Voruntersuchungsbericht zeigt sich hier sehr einseitig gewichtet (Stärken/Chancen), aber es sind vor allem die Risiken und Auswirkungen auf die Umgebung in diesem Zusammenhang, die unbedingt im weiteren Planungsprozess näher darzustellen und abzuwägen sind. Die Entwicklungsziele – u.a. Umnutzung ehemaliger Bahnflächen und Erschließung von mittel- und langfristigen Wohnungsbaupotenzialen – mögen ja grundsätzlich nicht falsch sein. Die im Untersuchungsgebiet (1 und 2) identifizierten Wohnungsbaupotenziale – das ist zweifellos bereits jetzt erkennbar – sind jedoch zu hoch angesetzt (Menge), dazu unverhältnismäßig dimensioniert (Maßstab) und massiv problemgeladen in allen Auswirkungen auf verschiedenste Seiten der Infrastruktur (Verkehr, Soziales, Bildung) im Gesamtgebiet.

3. Der Voruntersuchungsbericht reißt der Sache nach viele Fragen an (s.a. SWOT Analyse), die im weiteren Prozess dringend zu bearbeiten sind, u.a.:

a) Wie hoch soll gebaut werden, um 1.500 WE unterzubringen? Da vorrangig privat gebaut wird und Hochhäuser entstehen werden (so die Vermutung), wird das Ergebnis zwangsläufig hochpreisiger Wohnungsbau sein – ist das richtig?

b) Wie sieht es dann mit Park- und Stellplätzen aus (Verortung, Menge)? Ist an Tiefgaragen gedacht? Wie sind die Ab- und Zufahrten geregelt?

c) Warum wird eine so abwegige Lösung für Stellplätze und Parken auf der anderen Bahnseite vorgeschlagen – wo man doch jetzt schon sehen kann, dass das mangels Flächen nicht funktionieren kann?

d) Reicht die technische Infrastruktur für das zusätzliche Wohnaufkommen in der avisierten Größenordnung überhaupt aus? BVG, S-Bahn-Station, Zufahrtswege etc.?

e) Wie wird die Qualität des Wohngebiets Grüne Stadt geschützt gegen Schleich- und Such- bzw. Parkverkehr? Schließlich entspricht das Untersuchungsgebiet 2 zwar einem Bruchteil der Fläche der Grünen Stadt, wird aber bis zu ca. einem Drittel mehr Bewohner als jetzt haben.

f) Ist die Soziale Infrastruktur dafür ausreichend? Kita, Schule, weitere Versorgungseinrichtungen? Potenzialflächen dafür? Bereitstellung von Investitionsmitteln des Bezirks?

g) Wie wird sich das Mietpreisniveau in den Untersuchungsgebieten verändern? Wird es durch Aufwertung zu schnellerem und größerem Druck auf die bestehenden Wohngebiete kommen? Wie werden Politik und Fachverwaltungen gegensteuern? Ist an einen Städtebaulichen Vertrag gedacht und/oder an die Festlegung eines Sanierungs-/Entwicklungsgebietes?

Alle diese Fragen treffen in entsprechend abgewandelter Form auf das gesamte Untersuchungsgebiet zu, sie sind zum Teil schon mehrfach durch die Anwohnerinitiative Thälmann Park an das Bezirksamt herangetragen worden. Als Bewohner der Grünen Stadt möchten wir uns dem anschließen.

Dr. Christa Juretzka, Ferdinand Reul

Kettensägenmassaker in Prenzlauer Berg

Belforter Karre, Mauerpark, Kastanienallee – es darf gesägt werden

Offensichtlich hängt es mit der Jahreszeit zusammen. Ab einem bestimmten Termin im April darf nicht mehr gesägt werden. Also nutzen potentielle oder reale Investoren die milde Witterung, um ihre Vorhaben frühzeitig voranzutreiben. Im Mauerpark war heute wieder ein Bagger aktiv, an den o.g. Orten kreischten die Kettensägen.

Im Falle Kastanienallee/Ecke Schönhauser wunderte sich Stadtrat Kirchner über die Aufregung, weil doch alles längst abgesegnet sei und die bisher als Parkplatz genutzte Fläche einem Neubau weichen muss. Wir haben die Ecke auch eher als Schandfleck in Erinnerung.

Das Belforter Karree ist ein Thema für sich. Hier wurde an anderer Stelle auch schon ausführlich darüber berichtet. Dem haben wir wenig hinzuzufügen.

Die Aktivitäten im Mauerpark werden von uns weiter beobachtet und dokumentiert. Kein Schritt ohne mediale Präsenz. Hartmut Dold (Quelle)

Hier gibt es schon mehr zum Thema: Kettensägenmassaker in Prenzlauer Berg