Stellungnahme (6)

Zum Bericht der Voruntersuchung

Einleitend möchten wir den Grundsatz begrüßen, dass im Untersuchungsgebiet die bestehenden Grünflächen auch künftig grün bleiben werden. Es ist auch zu wünschen, dass eine architektonisch so schlechte Bebauungs-Option wie mit dem völlig atypischen Gebäude im Ferienhaus- oder Sanatoriumsstil, dem Prenzlauer Bogen auf dem ehemaligen Grundstück der Stadtwirtschaft, nicht noch einmal möglich werden kann.

Zu der in der SWOT-Analyse angesprochenen „Desintegration der Neubauten in den Bestand“ ist die Frage verbunden, wo die Verantwortlichkeit für dieses Versagen liegt. Dieses Thema ist wichtig, denn begangene Fehler dürfen sich bei weiteren Neubebauungen nicht wiederholen.

Berlin zeichnet sich aus und wird geschätzt, weil es von Hochhäusern verschont ist. Das sollte auch ein Leitgedanke für künftige Entwicklungen sein. Es braucht keine Hochhäuser im Bereich des Güterbahnhofes an der Greifswalder Str. Das Untersuchungsgebiet gibt viel Raum, um vernünftige Lösungen für Wohnen, Erholung im grünen Park, Bildung/Schule, Spielen, Kultur, Sport, Verkehr und Parkplatzflächen zu entwickeln. Es liegt an den Entwicklern und Entscheidern dementsprechend zu handeln. Es sollte auch ein Leitgedanke sein, soviel wie möglich Verkehr zu vermeiden, aber so viel wie für die Anwohner erforderlich ist, PKW-Parkplätze zu erhalten und auch neu zu schaffen.

Die Voruntersuchung vermittelt den Eindruck, dass Parkplatzflächen verringert werden sollen. Das wäre kontraproduktiv, denn der Bedarf an PKW-Stellplätzen wird sich durch eine zunehmende Anwohnerzahl objektiv erhöhen.

Schulcampus

Die Entwicklung des Schulcampus und die Erhöhung des Sicherheitsstandards für die Schüler im Bereich Schule und Sport ist ein wichtiges Anliegen. Wenn für den Schulcampus und einen möglichen Erweiterungsbau die Fläche des jetzigen Schul- und Hortgebäudes sowie des Bereiches der Sportanlagen und des Schulgartens (im Planteil Karte auf S. 12) potenziell in Betracht gezogen werden soll, entsteht die Frage, ob durch dieses „geschlossene“ Areal nicht eine Unterbrechung und Abtrennung des Parkbandes von der Prenzlauer Str. in Richtung Greifswalder Str. erzeugt wird, unabhängig von den geplanten Wegen südlich und nördlich um dieses Terrain herum.

Im Bericht der Voruntersuchung wird von einer Ost-West-Grünverbindung gesprochen, diese Verbindung sollte auch nicht durch ein „geschlossenes Gelände“ unterbrochen werden Das Konzept der Anwohner-Initiative Thälmannpark „teddy zwei null“, welches das Vivantes- Grundstück als Bildungsstandort vorsieht, erscheint besser und schlüssiger. Das Areal grenzt direkt an das jetzige Schulgrundstück. Das im Bericht der Voruntersuchung konzipierte „Betreute Wohnen“ auf dem Vivantes-Grundstück dürfte dem nicht im Wege stehen.

Straßen

Die im inneren Bereich des Wohngebietes liegenden Straßen sind Anliegerstraßen, d.h. Stichstraßen (Sackgassen). Der Bestand an Straßen ist für den Anliegerverkehr ausreichend. Das soll unbedingt so bleiben, um jede unnötige Zunahme von Verkehr abzuwenden.

Wenn die in der Karte auf S.15 des Planteiles als Neubau konzipierte Erschließungsstraße für das Grundstück des Vivantes-Geländes (in Anbindung an die Straße auf dem Gelände des Bezirksamtes) als Stichstraße vorgesehen ist, ist das möglicherweise erforderlich.

Aber als eine Verbindungsstraße zur Ella-Kay-Str., wie auf S. 103 unter 6.2.4 skizziert, als „kurze Verbindung zur Ella-Kay-Straße“, wäre diese Maßnahme nicht nur abwegig, sondern absolut konträr zu dem Anliegen, zusätzlichen Verkehr zu vermeiden.

Schon allein durch den Neubau Ella-Kay-Str. Nr. 24 kommt es zu einer Verdichtung und damit einhergehend zu einem stärkeren Verkehr. Deshalb dazu der klare Standpunkt: keine Anbindung der vorgesehenen Erschließungsstraße auf dem Vivantes-Gelände an die Ella-Kay-Str.

Abgesehen davon, dass zwischen beiden Ebenen (Ella-Kay-Str./Vivantes-Gelände) ein nicht geringer Höhenunterschied besteht, würde eine solche Straße nur zusätzlichen Verkehr erzeugen, für den es objektiv keine Notwendigkeit gibt, denn der direkte Verkehrs-Anschluss des Vivantes-Geländes liegt in der Diesterwegstr., auch wenn sie als Fahrradstraße und Anwohner-Verkehrsstraße konzipiert werden sollte, bestehen dort die besten Zufahrtsvoraussetzungen, die auch diesem Charakter der Straße dann nicht entgegen stehen.

Ohnehin ist zu bezweifeln, dass es sinnvoll ist, die Diesterwegstr. als Fahrradstraße zu konzipieren. Eine im echten Sinne verkehrsberuhigte Anliegerstraße, die tatsächlich den Abkürzungsverkehr verhindert und sowohl einen sicheren Fahrradverkehr als auch Anliegerverkehr ermöglicht, wäre sinnvoller.

Parkplatzflächen

Die Aussage auf Seite 68/70, dass der „Untersuchungsbereich ausreichend mit Stellplätzen ausgestattet“ ist, ist schon auf den Status quo bezogen nicht mehr zutreffend.

Diese Aussage ist absolut wirklichkeitsfremd.

Die Parkplatzsituation ist real schon heute sehr angespannt. Mit dem Bezug des Gebäudes „Prenzlauer Bogen“ hat sich die Parkplatzsituation sofort verschlechtert, weil offensichtlich nicht alle Bewohner des Gebäudes die Tiefgarage nutzen. Bewohner angrenzender Wohngebiete parken ebenfalls ihre PKW im Untersuchungsgebiet. Es ist abends für den Anwohner kaum noch ein Parkplatz zu finden. Die Folge ist das unnötige Fahren und Suchen nach einem Parkplatz. Mit der Fertigstellung des Gebäudes Ella-Kay- Str. 24 wird sich die Situation noch weiter verschlechtern, weil auch dort damit zu rechnen ist, dass´nicht alle Bewohner die Tiefgarage nutzen werden. Dazu wird es noch zusätzlichen Besucherverkehr geben.

Wenn im Punkt 1.3 Herstellung/Änderung öffentlicher Erschließungsanlagen die „Optimierung Stellplatzanlage vor Ella-Kay-Str. 26-50“ konzipiert wird, muss hier, bedingt durch die Zunahme an Anwohnern durch Neubau, dem Mehrbedarf an Parkplatzstellflächen Rechnung getragen werden.

Es ist deshalb bei den Planungen dringend erforderlich, weitere Parkplätze zu schaffen. Das Potenzial dafür ist ausreichend vorhanden.

Die existierenden Parkplatzflächen im Wohngebiet bieten die Möglichkeit der erforderlichen Erweiterung von Stellplätzen. Auch die Diesterwegstr., ob als Anliegerstraße oder Fahrradstraße, bietet ausreichend Stellplatzflächen-Potenzial für die Anwohner.

A & G

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