WES’ BROT ICH ESS, DES’ LIED ICH SING.

Kommentar zur Bebauung der Stellplatzfläche -Lilli-Henoch Straße und zum Durchwegungsplan: einer Straßenverbindung von der Greifswalder Str. zur Grundschule, auf die Ella – Kay Straße, vorbei an der Ernst-Thälmann-Park Schwimmhalle.

In vielen Debatten und Diskussionen des Bezirksamtes mit Bevölkerung und BVV, zum Beispiel zur Bebauung der Stellplätze im Ernst-Thälmann-Park tauchte immer wieder, wenn alle Einwendungen totgeschlagen werden müssen, ein tiefgrünes Stadtvisions-Argument auf.

„Berlin wird ja eine grüne Fahrrad-Stadt- und wir brauchen keine Stellplätze!! Wir werden diese, durch Bebauung, abbauen“.

Nun ist diese grüne Fahrradstadt – Idee, ja durchaus visionär, und grüne Volksvertreter schmücken sich gern damit daran zu arbeiten. Können sie auch, sollen sie auch.

Was ich aber von einem gewählten Vertreter des Volkes erwarte, ist ein Bezug zur Realität. Ein Bewerten können, von objektiven Verhältnissen und Gegebenheiten. Was sich aber mehr und mehr manifestiert, vor allem in der kommunalen Politik, ist der Grundsatz:

WES’ BROT ICH ESS, DES’ LIED ICH SING.

Und gefüttert vom Investorbrot, werden dann mal schnell, unterm kommunalen Parteipanzer, auch wenn er grün ist, Argumente, Kompetenzen, Engagement, Wissen und gesunder Menschenverstand platt gemacht. Denn, es könnte ja, den Investor verärgerlichen und die Rendite verzögerlichen.

Konsequenz: Kein „Bienchen“, vom Senatchen ins Muttiheftchen.

Langer- kurzer- Redesinn:

Wir befinden und hier in einem Gebiet, das nunmehr über 30 Jahre als verkehrsberuhigte Zone existiert. Alle wohnen, ohne Autos, mitten in der Stadt und im Grünen. Das war bereits 1979, Planungskonzept des Parks. Ein sozialistisches, aber GRÜNES Modell. Alle sind zufrieden damit und die Parkplätze sollten damit, eigentlich auch, zum Denkmalskonzept gehören. Leider wurden die Plätze ausgekoppelt und könnten nun bebaut werden. Die neuen Mieter sind dann wahrscheinlich nur Fußgänger und Radfahrer?

Es wird, spätestens, ab dann, auf den Grünflächen geparkt werden.

Es ging damals um ein Wohngebiet, vor dem die Autos geparkt werden, um im Grünen wohnen zu können. Andere Metropolen schmücken sich mit solchen verkehrsberuhigten Konzepten oder versuchen sie zu entwickeln und durchzusetzen.

Aber in „Kirch – City“, ist das natürlich anders.

Der Kircher bleibt im Dorfe und darf erstmal alles gewachsene zerhexeln.

Ab 2016/17, soll, ausgerechnet, auf Druck eines grünen Baustadtrats, J.-H. Kirchner, dieser Park, dreigeteilt werden.

1.Planetarium mit Busparkplätzen

2.Schulcampus bis an die Bahnlinie

3.Bebauung der PKW Parkflächen in der Lilli Henoch Str., ein 20 Etagen -Hotel für den Investor, ein 20 Etagen-Hochhaus der GEWOBAG und einen Wohnwurm an der Bahn entlang, der an den K.D.F. Bau in Prora/ Rügen erinnern wird.

-Von der Verlegung der Fernwärme- u. der 110 KV- Trasse, den Erdarbeiten mit kontaminiertem Boden(Gaswerk) etc. mal abgesehen. Ein Fass ohne Boden. Ein kleines Beispiel: allein die Spielplatz Neubaukosten sind von geplant 100.000 Euro auf 355.000 Euro, gestiegen.

Dazu kommt noch:

-Eine Durchgangsstraße von der Greifswalder- zur Ella Kay Straße.

-Der bisherige Rad und Fußweg entfällt, wegen Einzäunungen von Campus und Planetarium. Er wird, von der Prenzlauer Allee, an der Bahnlinie entlang, bis über die Brücke zum Betonwerk, neu gebaut.

Statt, den jetzigen Fuß- und Radweg an der Schule zu entschleunigen und den Schulcampus auf das Vivantes Gelände zu erweitern, soll eine, dann sehr hoch frequentierte Straßenverbindung durch ein seit 30 Jahren verkehrsberuhigtes Gebiet gebaut werden.

Das sind überaus herzerfrischende und vor allem aber GRÜNE Ideen.

Beste Grüße an Sie alle

mischen Sie sich ein & mischen Sie mit                     Volker Herold 

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